
Auf einer Pressekonferenz in
Strasbourg haben die beiden
DTP-Vorsitzenden Aysel Tugluk
und Ahmet Türk gemeinsam mit
dem EU-Parlamentarier Vittorio
Agnoletto Unterstützung von der
EU für eine friedliche Lösung der
kurdischen Frage gefordert.
Vittorio ging vor Journalisten zunächst auf die
Ausschreitungen in Diyarbakir ein und verwies auf den Aufruf der DTP an
die PKK zu einem Waffenstillstand. Im Anschluss erklärte Ahmet
Türk,in der Türkei breite sich zunehmend ein
ethnischer Nationalismus aus. Die gewalttätigen Konflikte
dienten weder dem türkischen noch dem kurdischen
Bevölkerungsteil. "Wir haben zu einem Waffenstillstand
aufgerufen und erwarten eine positive Antwort der kurdischen Seite. Die
Türkei muss eine Lösung finden,um die PKK
vollständig zu entwaffnen."
Einen Tag nach dem Aufruf habe in Diyarbakir ein blutiger
Bombenanschlag stattgefunden, so Türk. "Wir arbeiten an einer
friedlichen zivilen Lösung des Konflikts.Dabei erwarten wir
Unterstützung von der EU."Aysel Tugluk erklärte
weiterhin,
die Lösung der grundlegenden Probleme in der Türkei
lasse sich über eine Demokratisierung verwirklichen.
Dazu gehöre ein demokratischer Dialog in der kurdischenFrage.
Die beiden DTP-Vorsitzenden werden sich bis zum 30. September in
Brüssel aufhalten und Gespräche mit dem
EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn, dem Präsidenten des
Europaparlaments Joseph Borrell, Joost Lagendijk, Camiel Eurlings und
EP-Gruppenvorsitzenden führen.
(ANF, 26.9., ISKU)