
Das war auch schon von Beginn an das Ziel des türkischen Militärs. Da das Referendum um Kirkuk in naher Zukunft stattfindet und sich die südkurdische Wirtschaft immer weiter entwickelt, sind die Südkurden dem totalitären türkischen Nachbar ein Dorn im Auge.
Um Südkurdistan offiziell angreifen zu können, werfen ihnen die Türken vor, dass sie die PKK unterstützen. Das dieser Grund absurd ist, kann man bei genauerer Betrachtung erkennen. Die Türken beginnen nicht erst jetzt mit einem Angriff auf südkurdischem Gebiet. Türkische Soldaten waren schon zu Saddams Zeiten auf irakischem Gebiet, schon immer wurden PKK-Stellungen auf dem heutigen südkurdischen Gebiet bombardiert und dies hat sich bis heute nicht geändert. Das diese Operation von den Türken schon von langer Hand geplant wurde, konnte man im Land gut beobachten.
Seit über einem Jahr werden durch vom Staat und Armee manipulierte Medien die Bevölkerung „für den Kampf gegen die Terroristen“ vorbereitet. Seit über einem Jahr, zielen die Medien darauf hin, dass es besser wäre, Südkurdistan anzugreifen.
Mitte diesen Jahres hatte der Armee-Chef Büyükanit endlich das ausgesprochen, was nach langer Mediengehirnwäsche auch die Bevölkerung wollte – er blies zum Angriff auf Südkurdistan. Da Erdogan für eine eigene Entscheidung seiner Partei zu mutlos ist, hat er die Entscheidung dem Parlament überlassen. Alle, bis auf die Abgeordneten der DTP, stimmten für einen Angriff. International gesehen, will die Türkei den Rest der Welt klar machen, dass sie gegen Terroristen vorgehen müssen und ein Recht auf Landesverteidigung besitzen, Nicht zu selten werden da die USA mit dem 11. September und Israel mit den Angriff auf Libanon in Verbindung gebracht.
Fakt ist, die Türken verkraften eine sich erstarkende kurdische Wirtschaft und einen stärke werdende Region, die von Kurden regiert wird nicht. Allein aus diesem Grund, wollen sie in Südkurdistan einmarschieren. Der Angriff auf die PKK ist dabei nur ein Vorwand. Das eigentliche Ziel der Türkei ist ein Neuziehen der türkischen Grenzen. Die MHP hätte diesen Spruch bereits für ihr Wahlprogramm benutzt. Würde es der Türkei allein um die PKK gehen, würden sie ihre 5000 türkischen Staatsbürger, die auf südkurdischem Gebiet in türkischen Firmen arbeiten. zurückrufen. Jedoch wird das von der Regierung nicht gemacht, ist es auch nicht nötig, den der Plan der Türkei sieht eine Besetzung Südkurdistans vor, nichts anderes!
Unterdessen hetzen die türkische TV-Sender gegen das kurdische Volk, türkische Privatsender appellieren mit der Forderung eines Volksaufstand gegen die Kurden an das Volk und diskriminieren "ihre eigenen" Kurden in der Öffentlichkeit. Ein renommierter türkischer Schriftsteller meinte gestern in einer TV-Diskussion: "Das Volk der Kurden ist, eine Beleidigung für seine Nachbarn. Ein friedliches Anatolien wird nur ein Traum bleiben, solange sie (die Kurden) auf anatolischen Boden leben.“ Man kann also sagen, dieser Krieg ist ein Krieg gegen das kurdische Volk und dessen Selbstbestimmung. Alles andere wäre unrealistisch und ist lediglich eine Augenwäscherei der türkischen Regierung.
Das kurdische Volk selbst hat noch in ihrer Geschichte einen Krieg verursacht, die Kurden waren immer ein schutzloses Ziel der blutige Kriegszüge der türkischen, persischen und arabischen Staaten. Anhand der letzten Ereignisse können wir erkennen, dass sie es gelernt haben sich selbst zu beschützen - die Peshmerga-Einheiten der KGR sind seit Tagen an der Grenze zu Nordkurdistan verlegt worden und warten auf den wohlmöglichen Angriff der Türken, den sie mit aller Macht niederschlagen wollen. Auch die tapferen Guerillaeinheiten der PKK haben vorgestern einen Einmarsch der türkischen Einheiten in Südkurdistan verhindert und ihnen große Verluste zugefügt.
Das kurdischen Volk in der Türkei und Nordkurdistan benötigt die Aufmerksamkeit der internationalen Gesellschaft und Völker, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass die Bevölkerung von Nordkurdistan sehr bald demselben Desaster ausgesetzt werden könnte, das wir vor einpaar Jahren in Bosnien erlebt haben. Die Beispielen hierfür sind genügend in der Geschichte der Türkei zu finden.
Qirayis