
Auf Antrag des Verteidigerteams von Abdullah Öcalan hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Informationen über die Entwicklungen der letzten sechs Monaten im Ein-Personen-Gefängnis Imrali im Marmara-Meer angefordert.
Der Antrag der Anwälte auf eine Eilentscheidung des Gerichtshof zur Isolation und erschwerten lebenslänglichen Haftstrafe ihres Mandanten ist angenommen worden. In einem Schreiben vom 28. Juli werden von den Verteidigern Informationen über die Besuche auf der Gefängnisinsel angefordert.
Rechtsanwalt Irfan Dündar erklärte dazu, die Isolation seines Mandanten dauere weiter an. Weiterhin sei es Familienangehörigen verboten worden, bei Besuchen kurdisch zu sprechen. Die Ratschläge des Antifolterkomitees des Europarates seien nicht befolgt worden, Herr Öcalan mehrfach mit Disziplinarstrafen belegt worden und die Haftbedingungen wirkten sich weiterhin negativ auf den Gesundheitszustand aus. Außerdem sind Arbeitsnotizen der Anwälte beschlagnahmt worden.
Gündem, 21.08.2006,