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14.09.2006 Dozame.org-Die Bombe explodierte abends um 21:00 an einer Bushaltestelle außerhalb eines Familien Parks im Bezirk Baglar bei Amed (Diyarbakir). Die Bombe hatte Wirkung auf eine große Menschenmenge, die im Park spazieren ging. Insgesamt 10 Menschen, 7 davon Kinder, wurden getötet und 13 andere schwer verletzt. Bei allen ums Leben gekommenen sowie verletzten handelt es sich um kurdische BürgerInnen.
Die
Namen der getöteten lauten wie
folgt:
* Nazli Çetinkaya und ihre Kinder
Abdullah
Çetinkaya (5 Monate alt), Nazar Çetinkaya (2)
*
Vahide Demir (33) und ihre Kinder Mizgin Demir (12), Zilan Demir (8),
Shilan Demir (6 Monate alt) und Evin Demir
*
Rojhat Aslan. Die Identität der restlichen 2
getöteten ist bisher noch
nicht bekannt.
Auf ihrer Internetseite
http://turkintikamtugayi.8m.com,
behaupten die TIT gestern, verantwortlich für
die Explosion im ´Kosuyolu Park` in Diyarbakir zu sein. Zum
weiteren heißt es
in der Erklärung: „An das große
türkische Volk: In der letzten Zeit wurden in
verschiedenen Gebieten unseres Landes, Zahlreiche Soldaten,
Polizeioffiziere
und auch Jugendliche seitens der PKK-Terroristen getötet. Wir,
die türkische
Rache-Brigade, schwören hiermit auf unsere mit dem Blut der
Märtyrer getränkten
Fahne, dass für jeden von der PKK getöteten Soldaten
10 Kurden in Diyarbakir
sterben werden“.
Außerdem
sind auf der Internetseite Fotos zu
sehen, die während der Vorbereitung der Bombe für den
Bombenanschlag am 12.
September 2006 aufgenommen wurden. Der Anschlag wurde dem
getöteten Soldaten
Ali Balikci gewidmet, der in den Vergangenen Tagen während
einer
Militäroperation ums leben kam. Die Erklärung wurde
mit der Parole „Ein guter
Kurde ist ein toter Kurde“ Beendet.
Wie aus
den Bildern zu ersehen, wurde die
Bombe in einen blauen 12 Litern Thermosbehälter deponiert. Die
Bombe bestand
aus einer Zündkapsel, einem Mobil Telefon, einer
Zündung, einem
Metallgasbehälter bei dem vermutet wird, dass er als
Wuchtgewicht in der
Unteren Seite des Thermosbehälters gelegt wurde sowie dem
Explosivstoff C-4
Fotos
der Vorbereitungen für den Bombenangriff
(Aus der Internetseite der TIT)

Das Foto
zeigt einen 12 Liter
Thermosbehälter,
eine Zündkapsel die über das Mobil Telefon
angeschlossen ist, einen Gasbehälters,
der als Wuchtgewicht benutzt wurde, einen separaten Zünder
sowie
Plastiksprengstoff. Für den Bombenanschlag wurde diese Bombe
benutzt.



www.DozaMe.org
kennzeichnete das für den
Bombenanschlag genutzte mobil Telefon als ein sehr preiswertes,
Qualitatives
Mobiltelefon, welches Lizenzfrei gekauft werden könne.
Außerdem sei das gerät
wasserfest und von der Marke ´Aselsan MT-725`. Die Batterien
des Gerätes würden
24 Stunden halten. Das Mobil Telefon sei von der türkischen
Firma ´Aselsan`
hergestellt wurden. ´Aselsan` ist eine Firma, die der
´Stiftung der Türkischen
Bewaffneten Kräfte` gehört.
Eine
Erbarmungslose Gruppe mit einer Schwarzen Vergangenheit
Die
TIT (Türkische Rache-Brigade) wurde
erstmals zu den 70´er und 80´er Jahren
während der ersten Zusammenstöße der
Links und Rechtsfraktionen in der Türkei und Kurdistan
bekannt. Es wird
vermutet, dass diese Gruppe für über 1.000
Todesfälle während dieses
Zeitabschnittes verantwortlich sei.
Zusammen mit dem Militärputsch vom 12. September
1980 wurde auch diese
Gruppe zerstreut, und die meisten seiner Mitglieder wurden seitens der
´Junta`
inhaftiert. Mitte der 80´er
bis Ende der
90´er Jahre während des letzten kurdischen
Aufstandes jedoch, wurden die
Mitglieder entlassen, dann aber bewusst gegen kurdische politische und
kulturelle Veranstaltungen eingesetzt, in dem sie in die
„türkische
Heeresnachrichtenagentur“ JITEM, integriert wurden. Jedoch
wurden sie seid dem
Waffenstillstand der PKK vom 01.09.1998 nicht mehr sehr aktiv.
Nun
wird vermutet, dass die TIT eine
Unterorganisation der „Atabeyler“ sei. Die
„Atabeyler“ wurden erstmals seitens
der AKP Regierung im Anschluss auf den Anschlag vom 17. Mai 2006
entdeckt und
definiert. Bei dem Anschlag auf eine Ratsversammlung, wurde der
Richter,
Mustafa Yücel Özbilgin getötet und vier
weitere Richter schwer verletzt.
Der
Angriff wurde von Alparslan Aslan, einem
islamischen und fundamentalistischen Rechtsanwalt, der
ultranationalistische
Sympathiebekennungen aufwies, durchgeführt. Aslan wurde des
Mordes angeklagt
und inhaftiert.
Alparslan Aslans Befragung brachte viele neue
Anhaltspunkte. Aufgrund
seiner Aussagen, wurden viele Militärische Verantwortliche,
welche teils schon
in Rente teils aber noch aktiv an der Arbeit sind, festgenommen. Der
Fall wurde
als „Atabeyler Operation“ genannt. Doch die
weiteren Ermittlungen brachten
keinen Vorschritt, da einige Hochrangige Offiziere sich für
„ihre Männer“
einsetzten. Allein dieser Fall reicht als Hinweis, um zu zeigen, dass
in der
Türkei jeder mal „unantastbar“ ist. Ziel
der ´Atabeyler` war es, einen erneuten
Militärputsch in der Türkei zu erzeugen.