
Am Montag wurden wie am Freitag von der Föderation kurdischer Vereine in Deutschland (YEK-KOM) auf einer Pressekonferenz angekündigt alle dem Dachverband angeschlossenen 65 Vereine für einen unbefristeten Zeitraum geschlossen.
Gleichzeitig wurde in Berlin, Köln und Stuttgart ein Hungerstreik begonnen. YEK-KOM protestiert damit gegen die Verhaftung des kurdischen Politikers Muzaffer Ayata sowie des Journalisten Riza Erdogan, die Kriminalisierung der kurdischen Bevölkerung in der Bundesrepublik sowie gegen die Bedrohung und Überwachung von Vereinsmitgliedern. Die Proteste stehen unter dem Motto “Wir protestieren gegen die Kriminalisierung und politische Verfolgung der Kurden in Deutschland!”.
Da die Genehmigung für die Aufstellung eines Zeltes verweigert wurde, begann der Hungerstreik in Berlin am Brandenburger Tor unter strömendem Regen. Die Hungerstreikenden kündigten an, ihren Protest bis zur Freilassung der Verhafteten fortzusetzen.
Auch in Stuttgart gab es keine Genehmigung für einen Hungerstreik im Stadtzentrum, weswegen die für fünf Tage angesetzte Aktion in einem AGIF-Verein stattfindet.
In Darmstadt und Aschaffenburg werden am Samstag in den Stadtzentren Informationsstände aufgebaut werden. In Bremen fand eine Kundgebung statt. Vor dem geschlossenen Verein findet außerdem täglich zwischen 10 und 17 Uhr eine Mahnwache statt. Weitere Protestkundgebungen gab es in Halle und Oldenburg. In mehreren Städten sind außerdem Informationsdossiers zur aktuellen Situation an Parteien und Medien überreicht worden.
ÖP, 22.08.2006,